Ein Jahr in der Weite Kanadas

Living the best dream ever

19Dezember
2013

Sommertemperaturen und andere Probleme

Salut mes amis,

 

tja also die Zeit fliegt hier echt schnell vorbei und es ist mal wieder Zeit für ein Update.
Die momentane Durchschnittstemperatur hier beträgt -20°C. Und mit dem Wind kommt man auf -40°C. Und das kann schon mal morgens früh wenn man 20 Minuten auf den Bus warten muss ein bisschen kalt werden. Zudem hatte ich auch schon die Erfahrung machen müssen, was es heißt Erfrierungen an Fingern und Nase zu haben. Denn beim Ski fahren ist es doch etwas kühl, sodass ich mit 3 Fleecepullovern fahre, weil mir das ansonsten zu kalt ist (wobei man aber auch sagen muss, dass ich keine gute Skijacke habe). Und als ich mit meinem Kumpel Ski fahren ware, meinte der auf einmal zu mir, dass meine Nase kalkweiß wäre. Woraufhin mich das noch nicht so wirklich kümmerte, weil ich da noch nicht wusste, dass dies die erste Stufe von Erfrierungen ist und dass man da schnell was ändern sollte. Na ja dann kam der Mundschutz drüber und dann ging es auch weiter. Aber als ich dann die Rückseite des Berges ausprobierte (die gerade neu geöffnet wurde) kam ich fast heulend unten wieder an, weil mir meine Finger so weh taten, dass ich sie absolut garnicht mehr bewegen konnte. Aber nach einer warmen Tasse Schokolade ging es dann weiter.

Auf jeden Fall hat sich für mich hier ein Alltag eingefahren. Ich mache endlich ein bisschen Sport (ich schwimme zweimal die Woche und fahre 2-3 mal die Woche Ski). In der Schule habe ich einfach meine Leute gefunden, bei denen ich mich wohl fühle und die mich als eine Person akzeptieren, die ich bin.

Und doch ist es im Moment sehr hart. Denn Weihnachten steht vor der Tür und mein Heimweh wird immer größer. Wenn ich mir vorstelle, wie ich mein Weihnachten zu Hause verbringe und was hier auf mich zukommt, dann würde ich am liebsten meine Sachen und zurück nach Hause fahren. Aber nein, ich bin ja eine von den ganz starken und dementsprechend bleibe ich dann wohl hier.
Zudem kommt noch hinzu, dass so gut wie alle Austauschschüler jetzt bald wieder nach hause fahren und schon ganz aufgeregt erzähle und sich mir dann doch der Gedanke einschleicht: na toll und du sitzt hier noch für 6 Monate fest. Aber natürlich ist der Gedanke nicht langanhaltend. Aber trotzdem da.

Ja und das war erstmal ein kurzes Update und dann nach Weihnachten kommt dann ein langer Bericht wie man richtig mit Familie in Quebec Weihnachten feiert.

 

Ich vermisse euch alle und freue mich schon darauf wieder zurück zukommen.

13November
2013

Halloween, erster Schnee und anderes

Salut mes amis,

tja schon wieder ist einige Zeit vergangen und es ist mal wieder ganz ganz dringend Zeit für ein Update.

Also das erste was hier passiert ist war: HALLOWEEN
Denn das hat hier wirklich eine große Bedeutung in Quebec.

Die ganzen Häuser wurden geschmückt und meine Gastfamilie kaufte echt ziemlich viele Süssigkeiten. Zu der Zeit wohnte meine Freundin (eine andere Autauschschülerin) bei mir und so dachte ich dann, dass ich mich vielleicht mit ihr an die Tür stellen würde, um den kleinen Kindern ein paar Süssigkeiten zu geben.

Falsch gedacht. Wir wurden dazu verdonnert auch nach draussen zu gehen. Und so wurde aus Janine innerhalb von 5 Minuten eine Agentin und ich verwandelte mich in eine Katze. Was man noch dazu sagen muss, ist dass das Wetter echt nicht das beste war. Es regnete und war echt kalt, aber trotzdem sind wirklich alle Kinder durch die Gegend gelaufen und haben an den Türen geklopft. Manno man an der ersten Tür hatte ich ja doch ziemlich viel Herzklopfen, einfach weil meine ganze Nachbarschaft Französisch ist und dementsprechend auch kein Englisch kann, was dann doch ziemlich anstrengend ist, Aber glücklicherweise verliefen die ersten Haustüren ziemlich unproblematisch und erst kurz vor Ende fingen die Leute an mit uns zu reden, wo wir schon genug Selbstbewusstsein hatten. Was mich aber wirklich verwunderte war, dass die Leute dafür Autos benutzten. Die Eltern fuhren die Kinder von haus zu Haus und dann stiegen die Kinder aus, liefen zur Haustür, bekamen ihre Süßigkeiten und liefen dann wieder zum Auto zuruück, um dann wieder zum nächsten Haus zu fahren.

Ich bin natürlich zu Fuß gegangen. AM Abend dann saß ich vor einem riesigen Berg von Süßigkeiten und Janine und ich waren doch ziemlich überfordert was wir damit machen sollten. Doch dann ging uns auf, dass das die perfekte Möglichkeit war um die Süßigkeiten besser kennenzulernen. Also saßen wir daraufhin den ganzen Abend in meinem Zimmer und probierten Süßigkeiten. Unnötig zu erwähnen, dass uns danach doch ziemlich schlecht war.

Zudem habe ich zu vermelden, dass ich schon das erste Mal hinter meinem Schulbus herrennen musste (erfolgreich), was dann doch ein bisschen peinlich war, weil mich alle Leute ein bisschen komisch anschauten, als ich verschwitzt, mit roten Kopf und doch ziemlich aus der Puste durch den Bus torkelte.

Und dann die zweite Sache: SCHNEE

Denn heute morgen blickte ich aus dem Fenster und blickte auf eine doch ziemlich weiße Fläche. Alles schön und gut.
Ich verließ dann heute das Haus und legte mich nach 200 Metern schon direkt hin. Denn natürlich hatte ich die ganzen zugefrorenen Pfützen vergessen, die über der Straße verteilt waren.

Tja also vor meiner Nachbarschaft habe ich mir doch schon ziemlich oft blamiert.

Das nächste Problem was sich auftat war, dass die Landschaft sich verändert wenn sie weiß ist. Das heißt dann aber auch automatisch, dass man dann nicht mehr so wirklich weiß, wo man aus dem Schulbus austeigen muss. Natürlich bedachte ich das nicht, was dazu führte, dass ich meine Station verpasste und meine Busfahrerin noch eine Ehrenrunde für mich fahren musste.

 

Und ansonsten lebe ich hier weiter und hoffe dass ich bei den baldigen -35° nicht erfrieren werde.

Die Schule geht mir wie jedem anderem auch auf den Nerv und ich habe meine Freunde gefunden. Tja also so ganz optimal ist das zwar nicht, dann mein Freundeskreis besteht nur aus Jungs, die alle unglaublich cool sind und dann noch meine beste Freundin Janine, die eine andere Autauschschülerin ist.
Denn die Mädchen hier sind alle ein bisschen komisch, denn entweder sind sie ziemlich übertrieben von ihrem Charakter und ihrem Charakter oder sie haben es als Hobby in der großen Pause Matheaufgaben zu lösen.

Und die Jungs sind hier alle doch ziemlich cool, und ich verstehe mich hier ziemlich gut mit ihnen. Aber ich muss einfach sagen, dass mir meine weiblichen Freunde fehlen.

 

So thats it

10Oktober
2013

Alles nicht so schlimm

Salut mes amis,

tja also weitere 1,5 Wochen sind vergangen und es ist mal wieder Zeit euch ein Update zu liefern.

Tja also da ich ja im letzten Blogeintrag ziemlich Panik geschoben habe, ob ich jetzt meine Gatsfsmamilie wechseln will etc. , kann ich euch jetzt beruhigen. Ich sitze immernoch im gleichen Zimmer und werde immernoch um 5 Uhr morgens von meinen süssen Geschwistern geweckt.

Tja also nachdem ich meine Entscheidung gefällt hatte, dass ich die Gastfamilie wechseln wollte, kam mir der Gedanke, dass ich vielleicht meine Mutter darüber informieren sollte.

 

Für alle, die mich und meine Familie nicht kennen; Ich bin einer dieser Teenager der immernoch seine Mutter um Rat fragt und ihn auch immernoch befolgt und das ist auch gut so.

Tja also rief ich meine Mutter an und die gab mir mal wieder den Allwisenden Rat mit meiner Gastfamilie zu reden. Tja also und meine Mutter kann noch eine Sache die sehr wenige Leute können. Mich von etwas zu überzeugen auch wenn ich sturrköpfig auf meinem Teil beharre. Und weil sie meine Mutter ist, gab sie mir auch den Tip meine Gastfamilie nicht direkt damit zu überfallen, sondern erst zu sagen dass ich mit ihnen reden muss und danach dann mit ihnen rede.

Tja also nahm ich all meinen Mut zusammen und sagte zu Melanie, meiner Gastmutter, dass ich mal nachher mit ihr reden müsste.

Leute ihr glaubt nicht wie mir die Knie gezittert haben und was mich das für eine Überwindung gekostet hat.

Tja nachdem ich meinen zurechtgelegten Satz auf Französisch herausgepresst hatte, drehte ich mich und rannte erstmal gegen die Tür und danach gegen den folgenden Türrahmen, was erstmal höllisch weh tat.

Melanie verließ dann das Huas um die Kids irgendwohin zu bringen und ich hatte dann erstmal zeit mich zu beruhigen.

Sie kam dann wieder und wir gingen nach unten um zu reden. Tja meine zurechtgelegten Sätze und Ordnungen warf ich dann so ziemlich über den Haufen und erzählte Melanie so ziemlich alles. Ich erzählte ihr auch dass ich überlegt hatte zu wechseln.

Sie war daraufhin erstmal ziemlich geschockt. Aber doch hatten wir ein verdammt gutes Gespräch. Sie erklärte mir, dass es gerade Probleme wegen ihrer Arbeit gab und gab mir auch Tips um mich besser in die Familie zu integrieren. Am Ende lagen wir uns heulend in den Armen und alles war wirklich gut.

Und dann ging es zum Familienausflug nach Montreal.

OH MEIN GOTT ich kann einfach nur sagen dass Montreal mich umgehauen hat!!

Von der Art, der zweisprachigkeit und einfach dem Aufbau der Stadt. So gibt es zum Beispiel eine französische und eine ennglische Seite und in der Mitte ist CHinatown.

Ich habe eine Stadtrundfahrt mit einem Autoboot gemacht und Leute ich kann es euch einfach nur weiterempfeheln!!

Tja dann sind wir noch Fahrrad gefahren und ich bin von Montreal einfach baff.

Und da bin ich nicht die einzige . Auch alle anderen Austauschschüler die ich kenne die in Montreal waren, sind vollkommen begeistert.

Tja und dann über die Woche hinweg habe ich mich unglaublich angestrengt um mich in meine Familie zu integrieren., Mit Erfolg wie ich stolz verkünden kann.

Ich habe mit Etienne eine halbe Stunde hart gearbeitet um ihn meinen Namen beizubringen den er jetztperfekt beherscht und habe sehr viel aktiv mit meiner Familie gemacht,

Zudem habe ich noch die alte Austauschschülerin meiner Familie über Facebook angeschreiben und habe sie gefragt und sie hatte echt ein paar praktische Tips auf Lager.

Tja und jetzt ist einfach alles klärchen und ich konzentriere mich wieder auf meine Schule und Freunde. Denn das ist alles andere als einfach...

 

Aber ich bin ja hier um das alles zu bewerkstelligen also

A bientot

28Sept
2013

Viele viele Misserfolge

Salut mes amis,

 

tja ich bin nun seit über einem Monat hier in Kanada.

Und auch in den letzten zwei Wochen ist einiges passiert.

Vorletzten Freitag hatte ich bspw. mein erstes Fußballturnier, wo ich aber nicht mitgespielt habe.

 

Es war nämlich so, dass wir zu viele Leute in dem Team sind und deswegen setzen jedes Spiel zwei Leute aus. Am Freitag war es dann nunmal ich die aussetzte, worüber ich um ehrlich zu sein ganz froh war, weil ich mir so erstmal einen Überblick verschaffen konnte und das alles ohne den Stress spielen zu müssen erleben konnte.

Das Turnier war kein Heimspiel und so fuhren wir dann mit dem ganzen Team in einem Schulbus 1 Stunde und waren dann an einer fremden Schule.

Es war unglaublich spannend den Leuten beim Fußballspielen zuzusehen, obwohl ich es eigentlich hasse (ich muss mich schon überwinden Deutschland bei der WM zu gucken. Aber zu dieser Mannschaft hatte ich eben eine Verbindung und so feuerte ich sie an. 

Trotzdem haben wir dann 6.0 verloren. Aber nichtsdestotrotz sind wir dann danach essen gegangen und es warso lecker Poutin zu essen.

Wer es nicht weiß: Poutin ist ein Gericht aus Quebec dass aus Käse, Pommes und einer braunen Soße besteht.

Die Rückfahrt war einfach unglaublich gut, weil man sich mit allen unterhalten hat und nur herumgelacht hat.

Ich bin dann mit Ricy bei ihr ausgestiegen, weil ich das ganze Wochenende bei ihr übernachtet habe, weil meine Gastfamilie bei meiner Oma war. Und offensichtlich hatten sie dann keinen Bock bis 21 Uhr auf mich zu warten und haben mich deshalb bei Ricy geparkt. Das ist jetzt alles relativ radikal ausgedrückt und so schlimm war es jetzt auch nicht.

Bei Ricy dann haben wir Filme geguckt und sind dann am Smastag zu ihrem Opa gefahren, der ein eigenes Quad hat, womit wir dann auch im Wald gefahren sind, was einfach unglaublich viel Spaß gemacht hat.

Wir kamen dann am Abend wieder und haben dann bis meine Gastfamilie mich am Sonntag abgeholt hat, nichts mehr gemacht.

Und dann am Dienstag hatte ich wieder ein Fußballspiel aber diesmal eins, wo ich mitgespielt habe. Und ich war so aufgeregt.

Ich war Mittelfeld und hatte nicht ganz so viel zu tun, weil sich das Spiel eher bei unseren Verteidigern abspielte. Aber doch habe ich es mir geschafft wehzutun, weil ich es mir in den Kopf gesetzt hatte, den Ball von einer 100 kg schweren Gegenspielerin abzunehmen. Was ich dann zwar geschafft hatte, aber doch ein leichtes Drücken an meinem Fuß spürte, wo meine Gegenspielerin mir drauf getreten war.

Tja und obwohl ich mich so aufopferungsvoll um jeden Ball geprügelt habe, verloren wir dann 7.0.

 

Tja und jetzt kommt ein nicht so ganz schönes Thema....

Meine Gastfamilie und die Probleme.

Denn so ganz Freidefreudeeierkuchen mäßig ist es hier doch nicht. Ich persönlich bin nämlich der Meinung, dass meine Gastfamilie einfach schon zu viele Autauschschüler hier hatte. Ich bin nämlich schon die 4. Austauschschülerin.

Und wenn man bedenkt dass meine Brüder 5 sind, dann kann man sagen, dass sie bis jetzt damit großgeworden sind, dass jemand bei ihnen zu Hause wohnte, den sie vielleicht gerne hatten, und dass der oder diejenige dann nach 10 Monaten wieder gegangen ist. Und deshalb bin ich der Meinung, dass sie sich emotional nicht an mich ranhängen und nicht als Familienmitglied ansehen.
Bspw. kann sich Etienne nach der 5. Woche immer noch nicht meinen Namen merken. Obwohl ich ihm den schon 20 mal gesagt habe.
Und Naomie mich emotional ausnutzt. So gibt sie mir zum Beispiel eine Umarmung weil sie will, dass ich ihr etwas gebe, wo ich nur sagen kann, dass das traurig ist.

Zudem habe ichd as Gefühl dass es dieser Familie einfach nicht gut geht. Sie lachen selten und wenn dann nur weil jemand anders dabei ist, und die Kinder sind auffällig.

Julien will nicht in die Schule gehen und heult in der Schule nur rum, sodass seine Eltern gezwungen sind ihn abzuholen, Etienne hat Sprachschwierigkeiten und stottert und Naomie ist sehr oft sehr agressiv und für eine 8 jäöhrige einfach asozial.

 

Und mittendrin sitze ich. Mein Zimmer ist im Keller und ich bin den ganzen Tag oben und bin unter der Familie doch absolut niemand redet mit mir oder beachtet mich. Weil cih in dieser Familie einfach nichts besonderes mehr bin.

Ich bin nämlich nunmal schon die vierte.

Zudem komme ich mit der Art meiner Gasteltern nicht so gut zurecht. Sie sind immer total süß und viel zu "zuckrig" ich weiß garnicht wie ich das beschreiben soll. Denn sie sind einfach manchmal so falsch und künstlich, dass ich eine Gänsehaut bekomme und das trägt nicht gerade dazu bei, dass ich Nachts gut schlafe.

Und ich persönlich glaube nicht, dass ich ein Problem habe, was ich mit dieser Familie lösen kann. Denn an ihrer Art können meine Gasteltern nichts ändern, aber auch kann man die Kids nicht dazu zwingen mich ernsthaft zu mögen. Und deshalb schleciht sich seit gestern nun langsam der Gedanke ein, dass ich meine Gastfamilie wechseln möchte, weil es mir hier einfach nicht gut geht. Bspw. hatte ich gestern keine Schule und als ich das erfahren habe, dachte ich nur: " kacke dann bin ich ja zu Hause"

und ich glaueb nicht dass man sowas denkt wenn man glücklich ist.

Tja und wie es jetzt weitergeht weiß ich eigentlich auch schon.

Ich werde erstmal heute abend mit meiner Mutter skypen und vielleicht hat die ja wieder eine ihrer bahnbrechenden Ideen und wenn niccht, dann werde ich einen Mann anrufen, der hier für mich verantwortlich ist und wenn der auch keine Lösung findet (was ich momentan irgendwie hoffe) dann werde ich sozusagen freigegeben und es wird eine andere Familie für mich gesucht.

Wie ich aber gehört habe, sind hier nicht mehr so viele Französischsprachge Gastfamilien frei, aber das ist mir momentan dann doch eher egal.

 

Tja Leute ich halte euch weiter auf dem laufenden und falls ihr noch was wissen wollt, dann habt ihr ja eure Arten wie ihr mich kontaktiert.

A bientot Lachend

15Sept
2013

Die dritte Woche und andere Probleme

Salut mes amis,

nach drei Wochen in Quebec kann ich sagen, dass ich hier nicht wieder weg will. Es ist hier anders und komplizierter als in Deutschland und ich werde hier viel auf die Probe gestellt, aber trotzdem ist hier etwas, dass mich fasziniert.

Ob es jetzt die andere Sprache, die andere Mentalität oder einfach ein anderes Land ist kann ich nicht sagen...

Doch es ist so stark, dass ich kein Heimweh verspüre, obwohl es wohl angebracht wäre.

Natürlich vermisse ich meine Freunde, meine Familie und auch einfach mein Leben in Deutschland, aber am meisten vermisse ich mein Zuhause.

Das bedeutet, dass ich keine Probleme habe mir meine Fotos anzugucken und mit allen Leuten zu skypen, aber doch ein tiefes bohrendes Gefühl verspüre, wenn mein Bruder mir ein Bild von dem Kühlschrank zu Hause schickt.

Aber jetzt genug herumgeheule. Ihr seit schließlich hier um Fakten zu bekommen.

Hier kommen jetzt welche.

 

Am Anfang der Woche war ich der Meinung, dass ich hier zu wenig Sport mache und irgendwann einfach total überdrehe (was dann leider auch passierte)

Deshalb fragte ich am Montag in der Schule nach, was man den so machen kann. Ich hatte die Wahl zwischen cross country running (also einfach laufen) oder Fußball.
Da ich in Deutschland beim Fußball spielen in der Klasse immer als letztes gewählt wurde, weil ich so schlecht war, dachte ich mir, dass das jetzt die perfekte Möglichkeit wäre.

Deshalb wollte ich zum Fußball dass immer Dienstags und Donnerstags ist. Doch dann kam in der zweiten Stunde die Durchsage, dass das ausfallen würde.

Und so startete ich am Dienstag dann einen neuen Versuch, wo dann wieder die Durchsage kam, dass Fußball ausfallen würde. Ich ärgerte mich schon unglaublich, als dann 20 Minuten später wieder eine Durchsage kam, dass Fußball doch stattfinden würde.

Ich kaufte mir also ein Late bus Ticket für 3 $ gekauft (denn in Quebec gibt es keine öffentlichen Verkehrsmittel, sondern nur Schulbusse, aber wenn man dann nach der Schule noch was hat, dann gibt es nur noch einen anderen Bus den man nehmen kann, der aber nur zu bestimmten Punkten in der Stadt fährt und nicht wie der reguläre Bus direkt bis vor deine Haustür).

Und dann ging es zum soccer. Ich bemerkte direkt, dass ich mit Ricy (eine andere Deutsche) die schlechteste war, und auch nicht die richtige Ausrüstung hatte (keine Fußballschuhe, keine Schienbeinschoner und auch keine langen Socken). Aber das war mir relativ egal.

Ich rutschte also das ganze Training über aus udn legte mich dauernd hin, und sah danach aus als ob ich Schlammcatchen gemacht hätte, war total alle und total glücklich.

Ich saß also im Bus und plötzlich kam bei mir die Frage auf, wie ich denn von der Bushaltestelle nach Hause kommen würde.

Ich probierte also Melanie zu erreichen und bemerkte dass ich mit meinem Handy hier in kanada nicht telefonieren kann (mal davon abgesehen dass es unglaublich teuer ist, weil ich noch die ´deutsche Nummer habe).

Und bekam meine dollen 5 Minuten, die im Endeffekt der ganze Bus mitbekma, weil ich mich benahm als ob ich gerade etwas genommen hätte (was aber wirklich nicht der Fall war). 

Ich fragte dann irgendeinen Typen ob der mir sein Handy geben könnte was er dann auch glücklcherweise tat und ich erfuhr, dass ich mit Ricys Mutter nach Hause fahren würde.

Ich kam dann gegen 8 Uhr abends zu Hause an und war total alle.

Am nächsten Tag wollte ich dann mit Ricy und Vanessa (eine Kanadierin) in die Galerie von Granby um shoppen zu gehen.

Der Plan war, dass wir mit dem Bus (wir fahren alle im gleichen Bus normalerweise nach Hause) zu Vanessa fahren würden und ihre Mutter uns dann zur Galerie bringen würde.

Wir wollten also der nur französischsprechenden (!) Busfahrerin sagen, dass sie nicht bei unseren Haltestellen halten bräuchte, als die uns sagte, dass das nicht ginge. Aber wenn wir unsere Eltern anrufen und die uns eine Einverständniserklärung geben, dann kann sie uns direkt bis zur Galerie fahren. Warum das so war habe ich bis jetzt nicht verstanden aber gut.

Und kamen wir dann mit dem gelben Bus auf dem Parkplatz von der Galerie an und dann ging es los zum shoppen. Ich habe mir viele viele Sachen geholt und war dann um 9 Uhr abends wieder zu hause und total fertig (mal wieder).

Und dann am Samstag ging es dann mit meinen Brüdern zu deren ersten Eishockey Stunde. Natürlich haben sie noch nicht gespielt sondern standen nur auf dem Eis und haben probiert nicht umzufallen. Und das war wohl einer der süssesten Anblicke in meinem ganzen Leben, weil dauernd irgendjemand hinfiel und dann über den anderen und probierten dann wieder aufzustehen und das war echt GEIL!!!

 

Tja und ansonsten lebe ich so weiter vor mich hin, lerne und lerne, kriege die Krise wegen Bildern von meinem Kühlschrank zu Hause und probiere meine Geschwister um 5 Uhr morgens nicht zu killen wenn sie in der Küche rumspringen.

Ich hoffe euch allen gehts gut und ich freue mich schon darauf euch alle wiederzusehen

08Sept
2013

Der gelbe Schulbus

Salut mes amis,

eine weitere Woche ist vergangen in der zumindest eine aufregende Sache passiert ist.

Das erste Mal im knartschgelben Schulbus zur Schule fahren (und damit dann auch wieder nach Hause kommen).

Am Montag abend sagte mir Eric, dass ich am Dienstag mit dem Schulbus zur Schule fahren sollte. Er erklärte mir, wo die Bushaltestelle war, wann der Bus kam und was ich fragen sollte. Wusste aber nicht die Nummer von dem Bus.

Und so stand ich dann am Dienstag morgen um 8:10 Uhr an der Bushaltestelle und fragte vor Aufregung zitternd den ersten Bus der kam, ob er zu meiner Schule fahren würde.
Die Antwort war nein, aber der nächste Bus der kam, der würde dorthin fahren.

Und so wartete ich erneut 10 Minuten, bis der nächste gelbe Bus vor mir hielt. Ich fragte wieder und diesmal wurde meine Antwort bejaht.

Und so stieg ich in den Bus rein und setzte mich total panisch, weil der Bus schon losfuhr in die erste Reihe, was echt nicht angenehm war, da die ganze Zeit ein Besen vor meiner Nase herumbaumelte.

Es stiegen noch einige andere Leute ein und dann waren wir nach 40 Minuten Fahrt endlich da. Ich war so froh an der richtigen Schule zu sein, dass ich vollkommen vergaß zu fragen, welcher Bus mich den wieder zurückfuhr.

In der Schule selbst probierte ich dann mir Mut für die Rückfahrt zu machen, da ich ja nicht wusste welchen Bus ich nehmen sollte.

Und so stand ich dann nach der Schule vor 30 gelben Bussen und fragte jeden einzelnen Busfahrer, wohin er fuhr.

Mein Bus war einer der letzten und so brauchte ich dann auch 15 Minuten dafür. Im Bus stellte sich mir dann die Frage wie man den hier ausstieg, bzw. den Fahrer dazu brachte anzuhalten. Vor mir stiegen zwei Leute aus und ich probierte zu erkennen wie sie das denn machten. Aber sie standen einfach nur auf der Bus hielt und sie stiegen aus.

Denn in Kanada wissen die Busfahrer wo jemand aussteigen muss und halten dann dementsprechend. Der Busfahrer wusste aber selbstverständlich nicht wo ich aussteigen musste.

Als meine Station kam, stand ich auf um nach vornezu gehen und flog einmal durch den ganzen Bus, als der Busfahrer eine Vollbremsung hinlegte um mich rauszulassen. Denn ich war einfach zu spät aufgestanden und dementsprechend überrascht war der Busfahrer. Aber trotzdem stieg ich stolz und fast unverletzt aus dem Bus aus und ging nach Hause.

Zudem lässt sich von dieser Woche noch erzählen, dass es schwer ist vernünftige Leute an meiner Schule zu finden. Denn entweder sind sie hobbymäßig im Matheclub und benehmen sich auch dementsprechend, oder sie sind überhaupt nicht mehr ansprechbar weil sie sich die Birne mit irgendnem Zeugs zugedröhnt haben. Und da die Mitte zu finden ist nicht wirklich einfach. Aber inzwischen finde ich immer mehr Leute und auch eine Gruppe bei der ich mich zugehörig fühle.

Aber dieses Problem schildern mir viele Austauschschüler.

Ansonsten habe ich diese Woche drei Tests geschrieben (ich hatte immer über 65 % richtig :D ich entwickel mich hier zu einem richtigen Streber) mit meinen Gastgeschwistern viel Quatsch gemacht und bin bei 21° C Zimmertemperatur eingeschlafen.


02Sept
2013

Familientreffen

Salut mes amis,

für mich heißt es momentan langes Wochenende, denn heute am Montag habe ich frei.

 

Am Samstag sagte mir Eric, dass wir bei den Eltern von Melanie schlafen werden.
Also die Großeltern die ich noch nicht kannte.

Ich packte also meine Sachen und hatte ganz normal eine Jeans mit einem Oberteil an, als ich bemerkte, dass alle Röcke trugen und die Jungs sogar Gel in den Haaren hatten. Völlig verunsichert, ob ich vernünftig angezogen bin, ging ich zu Melanie und fragte sie.
Sie guckte mich einen Moment lang total verblüfft an, schaute was ich anhatte und sagte, dass das vollkommen in Ordnung wäre. Wirklich beruhigen tat mich das aber nicht... Und ich überlegte mich noch umzuziehen. Als Etienne plötzlich in den Pool fiel.

Es war schon echt ein süsser Anblick zu sehen, wie er wie ein begossener Pudel aus dem Pool kletterte und vor sich hin tropfend wieder in sein Zimmer ging. Aber dann ging es los.

An dem Tag habe ich auch herausgefunden, dass das Auto 7 Sitze hat. Denn es gab noch eine weitere Reihe mit Sitzen im Kofferraum, wo ich mich dann mit Naomie hinsetzte. Ich hatte damit gerechnet, dass die Jungs wie sonst auch die ganze Zeit labern würden, aber nach 5 Minuten war es still im Auto, weil alle eingeschlafen waren. Naomie machte es sich auf meinem Schoß bequem und so schlief ich dann auch ein.

Es stellte sich heraus dass meine Sorgen vollkommen unbegründet waren. Denn Melanies Eltern sind unglaublich nett. Am Abend sind Melanie und Eric ausgegangen, weil es irgendetwas zu feiern gab, aber ich habe nicht so ganz verstanden was.

Am nächsten Tag haben wir fernsehen geguckt und absolut nichts gemacht, bis Eric auf einmal sagte dass es losgehe. Ich verstand nicht so ganz wohin und dachte dass wir jetzt nach Hause fahren. Doch als ich sah dass Julien und Naomie bei ihren Großeltern ins Auto stiegen, sah ich ein, dass das ein bisschen unwahrscheinlich war. Dann erinnerte ich mich dass Eric irgendwas von Essen gehen gesagt hatte und so hatte ich die Hoffnung auf ein Restaurant zu treffen.

Nachdem ich wieder eingeschlafen war und das Auto hielt, standen wir vor einer Hütte mitten im Wald und 10 Leute standen davor.

Ich fragte Melanie dann wer das denn sei und sie erklärte mir, dass das ihre ganze Familie war. Am Ende waren wir 17 Leute und ich war vollkommen fertig, weil ich mich bei jeder Begrüßung vollkommen blamierte, da ich mit der Reihenfolge von den Küsschen auf die Wange überhaupt nicht zurecht kam und das Gefühl hatte, dass die sich immer änderte.

Ich spielte dann den ganzen Tag mit den Kids und war vollkommen fertig, als es dann zum Buffett ging. Es war ganz lecker. Und fing dann auch an mich mit ihnen zu unterhalten. Es war am Ende echt cool und es gab sogar einen Jungen in meinem Alter mit dem ich dann mit den Kids kämpfte. Nach gefühlten 300 Abschiedsküsschen ging es dann im Kofferraum zurückWir fuhren 3 Stunden und alle schliefen im  Auto.

Zuhause ging es dann sofort ins Bett.

31August
2013

Der zweite Schultag

Salut mes amis,

mein zweiter Schultag war nicht weniger anstrengend als der zweite. Ich bin wieder mit Eric zur Schule gefahren, weil ich immernoch nicht weiß, welchen Bus ich nehmen muss.

In der ersten Stunde hatte ich dann eine Art von Philosophie, wo man sich aber auch viel mit anderen Kulturen, Vorurteilen bla, bla auseinandersetzt. Ich war ja in Deutschland nie im Philosophiekurs, aber ich denke der Kurs entspricht dem in etwa.

Ich stand vor dem Raum (den ich ganz alleine gefunden hatte!!!) und wunderte mich wo den alle anderen waren, denn normalerweise gehen schon alle in den Raum rein und wir sind um die 30 Leute. Da war aber nur einer der sich mit der Lehrerin unterhielt.

Als es klingelte bekam ich ein bisschen Panik, weil ich ja nicht zu spät kommen wollte und ging in den Raum rein um die Lehrerin zu fragen.

Es war der richtige Raum. Nach mir kamen dann noch ungefähr 5 andere Leute und alle anderen waren nicht da, weil es hier irgendein Fest gibt, wo es viele viele Wettbewerbe gibt. Wer am besten backen kann, wer den schönsten oder größten Hund hat, bla ba.

Und deshalb musste man heute nicht zur Schule gehen.

Wir guckten dann eine Serie und redeten ein bisschen über Vorurteile (was ich alles verstanden habe). Denn wenn 90% des Kurses fehlen, dann kann man nicht mit dem Kurs beginnen.

Dann hatte ich Chemie, was aber irgendwie noch mit vielen vielen anderen Sachen gemischt ist... Also äh Physik, Biologie und Technologie.

Der Typ war echt ziemlich crazy. Aber unglaublich cool. Die Stunde ging ziemlich schnell vorbei und dann war wieder große Pause, wo Janine und ich dann mit ein paar Jungs gegessen haben, was eigentlich ziemlich lustig war. Und dann hatten Janine und ich zusammen vivre en francais. Das ist ein Kurs für die Leute die nicht so gut sind in Französisch. Der Kurs ist relativ unnötig. Wir haben eine Zeitung bekommen und sollten dazu Fragen beantworten.

Und danach hatte ich Mathe, wovor ich mich um ehrlich zu sein den ganzen Tag gefürchtet hatte, weil ich die Hausaufgaben nicht hatte, weil ich sie nicht verstanden hatte. Und ich wusste bis dahin schon, dass die Lehrer hier zwar unglaublich nett und locker sind, aber sobald irgendetwas nicht stimmt, hat man ein Problem. Und so ging ich mit ziemlich weichen Knien zu meiner Mathelehrerin und erklärte ihr, dass ich die Hausaufgaben nicht verstanden hatte, aber probiert hatte sie zu machen und auch den Kurs wechseln würden, aber das noch nicht könnte, sondern erst näüchste Woche.

Ich hatte mit ziemlich vielen Reaktionen gerechnet, aber nicht damit, dass sie mich anlächelte und sagte dass das kein Problem sei. In der Stunde habe ich sogar ein bisschen was verstanden, weil ich einige Vokablen gelernt hatte und mich deshalb auf das Inhaltliche konzentrieren konnte.

Danach ging es dann mit Eric nach Hause.

Meine Schule geht erst am Dienstag wieder los, weil am Montag der Tag der Arbeit ist und das ist ein Feiertag in Kanada.

31August
2013

Der erste Schultag

Salut mes amis,

ein High school Auslandsjahr besteht aus zwei wichtigen Faktoren, die dafür zuständig sind, wie man sich fühlt und was man für einen Eindruck von dem Land hat.

Die Familie und die Schule.

Nachdem ich herausgefunden habe, dass meine Familie mehr als okay ist, bin ich also dazu übergegangen mir Sorgen über meine Schule zu machen.

Am Donnerstag morgen bin ich dann also mit Eric meinem Gastvater zur Schule gefahren.

Er arbeitet drei Straßen weiter. Im Auto konnte ich mich nicht entscheiden ob ich mich lieber übergeben oder losheulen wollen würde, so aufgeregt und nervös war ich. Denn nicht nur die Schule selbst machte mir Sorgen, sondern auch meine Englischkentnisse. Meine Schule fängt um 9 Uhr an, aber schon um 8 Uhr war ich da. Ich fand den Weg zum Guidance Office, wo Konny (meine "Begleiterin") auf mich wartete. Sie ist ziemlich cool und nach 10 Minuten in denen ich mit ihr gesprochen habe, ging es mir sehr viel besser. In der Stunde in der ich in dem Office saß, bemerkte ich, dass Konny auch bei anderen Schülern sehr beliebt war. Irgendwann kam dann Stella rein. Wir kommen beide aus Deutschland und machen genau das gleiche, nur das sie nur für ein Jahr hier ist. Danach kam Claudia. Sie ist schon ein bisschen älter und kann fließend Englisch und Französisch sprechen. Und dann kam Janine die ich ja schon aus der Schule kannte.Und als letztes trudelte dann noch ein Junge aus Mexiko ein, der ein Jahr jünger war als ich und nicht sooooo gut Englisch sprechen konnte, aber ansonsten mega nett war.

Und erstmal redeten wir nur auf Deutsch, weil wir so froh waren jemanden zu haben mit dem wir Deutsch reden konnten.

Wir bekamen dann unseren Stundenplan. Ich habe vier Stunden pro Tag die jeweils 75 Minuten lang sind. Dazwischen ist immer eine viertel Stunde Pause und nach der 2. Stunde hat man eine Stunde Pause um zu essen und alles andere zu erledigen. Der Stundenplan erstreckt sich über 9 Tage. Und wenn man den 9. Tag hinter sich hat, dann fängt man wieder mit dem 1. Tag an.

Dann bekamen wir unsere Schließfächer und die dazugehörigen Codes. Ich hatte gedacht dass es schwer war das Schloß von den Schließfächern in meiner alten deutschen Schule zu öffnen, aber das war da nix gegen.

Wir sollten unsere Tasche und alles andere dort hinein tun, und nur die Sachen mitnehmen, die wir für die nächste Stunde brauchten. Ich fühlte mich ohne meine Tasche irgendwie ein bisschen verloren.... Dann bekamen wir unsere Bücher und dann wurden wir zu unserem jeweiligen Klassenraum gebracht. Meine erste Stunde war direkt Französisch. Als wir vor dem KLassenraum standen (es war inzwischen ca. 10 Uhr), ist mir mein Herz fast zersprungen vor Panik und wenn ich alleine dahineingemusst hätte dann wäre ich sofort weggerannt.

Ich kam rein und die Lehrerin war unglaublich nett zu mir. Sie fragte mich was Bonjour auf Deutsch heißt und alle waren mega freundlich.

Dann bekamen wir ein Blatt, wo man was ausfüllen mussste, allerdings habe ich die ganzen Vokablen nicht verstanden und jeder rief immer die Antwort hinein, was die Lehrerin aber auch wollte und dann sollten wir das Blatt wieder abegeben. Ich hatte echt ein Problem weil ich von 20 Spalten 5 ausgefüllt hatte, allerdings gab ich mein Blatt brav mit ab. Mal gucken was dabei herauskommt. Und nächste Stunde werden wir ein Diktat schreiben!!!!

Danach hatte ich Geschichte. Ich rannte also zu meinem Spind und dann suchte ich mithilfe von Konny den Raum. Drinnen saß ich neben zwei mega netten Jungs. Und dann verließen plötzlich alle den Raum und ich lief einfach hinterher. Auf dem Weg lernte ich zwei weitere Mädchen kennen und in der Aula in die wir gegangen waren saß ich dann neben einem der Jungs mit dem ich mich super unterhalten habe. Er war mega cool. Und  dann fing die Versammlung in der Aula an.

Es war nichts besonderes halt der dresscode und das man sich mühe geben soll und bla bla...

Und das war dann schon meinem Geschichtsstunde.

Und dann began die einstündige Pause. Stella schleppte irgendein Mädchen an, dass uns half, aber doch ein ziemlicher..... Nerd war, und auch die Freunde entsprachen nicht so unseren.... Vorstellungen, sodass wir uns schnell wieder aus dem Staub gemacht haben.

Danach hatte ich Englisch und ich machte mir echt Sorgen. Mein Lehrer war unglaublich toll. Er redete die ganze Zeit und das meiste hatte ich dann tatsächlich verstanden. Wir werden in dem Schuljahr 7 Bücher lesen und begannen dann schon direkt mit einer Geschichte von einem schwarzen Jungen der seiner Lehrerin einen schwarz gemalten Christus zum Geburtstag schenkte. Die Geschichte war unglaublich gut.

Und dann hatte ich Mathe. Ich bin im schwierigerem Kurs und kam überhaupt nicht mit. Denn ich hatte Probleme mit dem Sprachlichen sowie mit dem Inhaltlichen. Sodass ich dann nach der Schule zu Konny ins Büro gegangen bin und gesagt habe, dass ich in den leichteren Kurs möchte. weil mir sehr viele Grundlagen fehlten.

Dann ging ich zu Eric und fuhr dann völlig fertig nach Hause.

29August
2013

MORGEN FÄNGT DIE SCHULE AN!!!!!!

Salut mes amis,

Tja also es ist inzwischen Mittwoch und heute kam ein wichtiger Bestandteil von meinem "neuen Leben in Kanada" dazu.

DIE SCHULE!!!!!

Aber sie hat heute nicht angefangen.

Um 13 Uhr hatte ich einen Termin in der Schule um mich anzumelden und alle Formalitäten zu erledigen. Wir haben hier momentan 33°, aber trotzdem hatte ich eine lange Hose an, weil mir andere Austauschschüler von sehr strengen dress codes an ihren Schulen berichtet haben.

Also fing ich an mir Gedanken zu machen was für die Schule angemessen ist. Ich überlegte ob meine Hose zu eng, mein Ausschnitt zu groß und meine Haare offen ein Problem waren.

Und so marschierte ich bei 33° C in einer schwarzen Hose durch die Gegend und bekam beinahe einen Nervenzusammenbruch, weil ich mit Julien, Etienne, Naomie und Eric meinem Gastvater auf dem Weg war und jeder der drei Kids irgendwas vor sich herquakte und jeder alle zwei Sekunden ein Problem hatte, dass damit bekannt gegeben wurde, dass es laut durch das ganze Auto schrie: Papaaaaaaaaaaaa???

Ich bekam jedes Mal fast einen Tinitus. Und normalerweise interessiert mich das nicht sonderlich, aber ich war in dem Moment so angesppannt und zudem war mir so heiß, dass mir fast die Nerven durchgingen.

 

Nach zwanzig-minütiger Fahrt kamen wir endlich an. Als ich die Schule sah, rutschte mir das Herz sehr sehr tief in die Hose. Denn das Schulgelände bstand nicht wie bei uns aus einem Gebäude, sondern aus vielen vielen weit verstreuten.

Schon auf dem Weg nur Anmeldung hätte ich mich fast dreimal verirrt, wenn da nicht Eric gewesen wäre, der die Schule kannte, weil er ein paar Gebäude weiter an einer Kochschule unterrichtete.

Am Sekretariat angekommen, bekamen wir die Anweisung einen Augenblick zu warten, der von den Jungs dazu genutzt wurde, alle Knöpfe der Eingangshalle herauszusuchen und jedes Mal fast drauf gedrückt wurde (dass darunter der Feueralarm war, interessierte sie nicht sonderlich).

Und dann ging es in den Vorraum vom Office, weil es im Office selbst nicht aushaltbar war. Und dann fragte mich die Dame, ob ich denn meinen Pass dabei hätte. Und was für eine Überraschung ich hatte ihn selbstverständlich nicht dabei!!!!

Aber offensichtlich war ich nicht die einzige, denn nach zwei kurzen Fragen beim Sekretariat war die Sache dann geklärt.

Und dann ging es mit der Fächerwahl los. So viel Auswahl hatt ich nicht und so wählte ich zwischen zwei verschiedenen Mathe-,Englisch und Französischkursen.

Dann kamen noch einige Formalitäten und das war es dann. Die Kids hatten in der Zeit fast die halbe Schule auseinandergenommen und ich war heilfroh draußen zu sein.

Und morgen begint der zweite Teil von meinem Auslandsjahr.... DIE SCHULE !!!!

Und noch ein Problem tat sich auf, da die Dame nicht wusste, mit welchem Bus ich fahren muss, sodass ich morgen von Eric mitgenommen werde, der schon eine Stunde vor Schulbeginn in der Schule ist. Die Schule fängt erst um 9 Uhr an, und ich muss normalerweise um 8 Uhr das Haus verlassen.

Dann ging es nach Hause, wo ein großer Pool wartete, indem den ganzen Nachmittag geplanscht wurde.

 

Hoffen wir mal, dass ich es schaffe morgen an meinem ersten Schultag alles richtig zu machen und mich nicht direkt blamiere Verlegen

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